Interview
Das Interview
Hier finden sie jeden Monat ein Aktuelles Interview von Trainern, Spielern, Jugendspielern, Betreuern oder Vorstand
Mindestens Platz sieben – mehr wird gerne genommen
J.D. 04.08.10
Drei Fragen an Hassia-Coach Michael Motz / Morgen Start in die Gruppenliga mit Partie bei der TS Ober-RodenAm morgigen Sonntag beginnt für den SC Hassia Dieburg die neue Gruppenliga-Saison. Zum Auftakt steht das schwere Derby bei Aufsteiger TS Ober-Roden auf dem Programm (Anstoß: 15 Uhr), wegen dem im Kreispokal-Spiel heute Abend in Klein-Umstadt (Anstoß: 17 Uhr) die zweite Mannschaft auflaufen wird. Der Sportclub geht mit sechs Neuzugängen in die Saison: Gaetano Sirna und Marcel Poth kamen von Viktoria Aschaffenburg II, Mark Braun vom SV Münster. Als junge Perspektivspieler können Mats Böttler und Gustav Mockenhaupt gelten, die von den A-Junioren von Viktoria Klein-Zimmern zur Hassia wechselten. Zudem verpflichtete Dieburg vor kurzem noch den hessenligaerfahrenen Salvatore Miseri, der schon einmal für kurze Zeit in Dieburg spielte. Mit Tayfun Durmus und Micha Harbusch sollen zudem zwei Akteure aus dem eigenen A-Junioren-Team eine Rolle spielen, die in der vergangenen Saison bereits erste Kurzeinsätze absolvierten. Verlassen haben den Sportclub zum Saisonende lediglich Erdogan Boz, Toni Nietschmann und Stanislav Hubinsky.Vor diesem personellen Hintergrund stellte der DA drei Fragen zur neuen Saison – an Trainer Michael Motz, der weiter die sportlichen Geschicke der ersten Mannschaft lenkt.JD: Michael Motz, welche Schulnote bekäme die Saison-Vorbereitung vom Trainer
Michael Motz: Ich würde eine Vier geben. Die Eindrücke waren gemischt. Von der Trainingsleistung her kann ich keinem einen Vorwurf machen, aber die Testspiele waren teilweise mangelhaft. Da habe ich Probleme im Spielaufbau festgestellt und in der Abwehr mehr Abstimmungsprobleme als ich dachte. Das ist aber nicht als Kritik an bestimmten Mannschaftsteilen zu verstehen. Doch aufgrund dieser Dinge kamen die mäßigen Testspielergebnisse zustande. JD: Wie sehen die Erwartungen für das Spiel bei der TS Ober-Roden aus?Michael Motz: Der Gegner ist jung und spielstark, wird als Aufsteiger und gegen uns ganz besonders euphorisch ins erste Spiel gehen. Ich zähle die TS aber nicht zu den Aufstiegskandidaten. Uns fehlen zum Auftakt drei Leute: Daniel Christ ist durch sein Studium verhindert, Mustafa Zeyrek noch im Urlaub. Christian Frisch hat wieder Knieprobleme bekommen, ist deswegen am Boden zerstört und fällt erst einmal aus. Es darf niemand überrascht sein, wenn am Sonntag gegebenenfalls ein Neuzugang von den A-Junioren aufläuft. Harbusch, Durmus, Mockenhaupt und Böttler machen ihre Sache bisher gut. JD: Nach dem Mittelfeldplatz im Vorjahr: Wie lautet das Saisonziel im verflixten zweiten Jahr nach dem Aufstieg, das im Fußball gerne als besonders schwer bezeichnet wird?Michael Motz: Wenn wir unter die ersten Sieben kommen, wäre ich zufrieden. Mehr wird gerne genommen.
Hassias alte „Alte Herren“ oder selbstbenannt aAH
H.R. 01.04.10
Den Ausspruch “Hassias alte Alte Herren” haben sich die Herrschaften selbst gegeben und steht als Synonym für den diensttäglichen Stammtisch der seit nunmehr 15 Jahre regelmäßig beim Hassia Wirt stattfindet. Werner Müller zählt als Initiator der aAH, die mit Ihrem Altersschnitt so um die 70( genau wollte man sich im Interview nicht so festlegen) immer noch aktiv der Hassia zur Verfügung stehen. Sicherlich nicht mehr als Spieler, sonder immer da wo Hilfe benötigt wird.Da wird mal die Tribüne gestrichen, dort ist mal ein Arbeitseinsatz auf dem Platz – von den aAH ist immer jemand da. Irgendwann in den 90. gründeten Werner Müller, Peter Schmitt, Günther Hahn, Hans Weber, Horst Hölzel, Manfred Röckel, Hans Wick, Werner Müller und Werner Enders ihren eigenen Stammtisch der bis dato noch gemeinsam mit den aktiven Alten Herren abgehalten wurde. Man sei mittlerweile zu alt um aktiv der Kugel hinterher zu laufen und wolle sich nun anderen Aktivitäten wie Kegeln, Fahrradfahren oder Ausflügen widmen. Und das man hierzu nicht zu alt ist beweist, dass auf einem dieser Ausflüge, hier an die Mosel, Horst Hölzel seine heutige Frau kennen gelernt hat. (von wegen aAH).Natürlich sind es die „alten Zeiten“ über die viel gesprochen wird, man hat ja beispielsweise mit Hans Weber einen ehemaliger Lilien und OFC Spieler sowie Hassia Trainer und langjähriger 1. Vorsitzender bei der Hassia, schon den einen oder anderen erfahrenen Kicker in den Reihen. Günther Hahn, Hans Wick und Horst Hölzel sind heute noch im Verwaltungsrat aktiv. Trotz so manchen Höhen und Tiefen, die das Vereinsleben natürlich so mit sich bringt ist man Stolz auf den Verein und freut sich wenn sonntags nach dem Spiel der 1. oder 2. Mal der ein oder andere Spieler mal am Stammtisch vorbeischaut um die Meinung der Senioren einzuholen.Es wird gefachsimpelt, diskutiert, mal kritisiert und angefeuert. Man spricht über die Wertigkeit des Fußballs bei der heutigen Jugend genauso wie über die Migration ausländischer Spieler im Verein und ab und zu wird auch gerne einfach mal ein Lied gesungen. Auf die Frage was man sich denn für die Zukunft wünsche, so ist hier die einhellige Meinung das man alles in allem sehr zufrieden ist und sich noch lange bester Gesundheit erfreuen möge um noch viele schöne Stunden mit den Freunden am Stammtisch oder am Spielfeldrand zu verbringen.Vom Vorstand wünsche man sich gelegentlich, dass die ein oder andere Entscheidungen etwas transparenter sind.
Jens Dörr 02.01.10
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Interview mit “Pitti” Peter Braun
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Dieburg - Nikolaus, Nordic Walker, Stadionsprecher – wo soll man bei einem Porträt über Peter Braun bloß anfangen? Ach ja, bei der Freiwilligen Feuerwehr Dieburg engagiert sich Braun, den viele Duz-Freunde nicht mit „Peter“, sondern mit seinem Spitznamen „Pitti“ ansprechen, ebenfalls. Von Jens Dörr„Egal was ich tue – ich mache das alles ehrenamtlich“, sagt Braun. Und ergänzt: „Für Geld wäre der Spaß weg.“ In ganz unterschiedlicher Gestalt kennen die Menschen in der Stadt den Dieburger. Vor kurzem allerdings musste man ganz genau hinschauen, um Braun zu erkennen: Da verteilte er beim „Glückstalermarkt“ Geschenke an die Kinder – verkleidet als Nikolaus. Nur die Brille und seine klare Stimme verrieten ihn da. Von der Stimme her kennen ihn ohnehin wohl noch mehr Dieburger als vom Aussehen: Als Hallensprecher der Handballerinnen moderiert Braun, wann immer es die Zeit zulässt,
ebenso bei der einen oder anderen kulturellen Veranstaltung. Unvergessen auch seine Ansagen bei den Hobbyturnieren des FC Grashubbers Dieburg in der Gutenberghalle – vor allem aber seine Haupttätigkeit: Bis heute präsentiert er als Stadionsprecher des SC Hassia Dieburg regelmäßig Aufstellungen, Tore und Auswechslungen, verliest die Botschaften der Werbepartner und informiert über „die Hassia-Ergebnisse vom Wochenende“. Und das schon so lange, wie sich viele überhaupt erst zurückerinnern können: 1976 begann Braun als Stadionsprecher bei den Blau-Weißen. Dort war 51-Jährige im Alter von zehn Jahren eingetreten, trat dort auch selber gegen das Leder. Über die Jugend, die Aktiven-Teams, die Soma bis hin zu den Alten Herren hinweg zog sich seine Fußball-Karriere. Die Kickschuhe schnürt Braun heute nicht mehr, übt sein Amt als Stadionsprecher aber mit großer Leidenschaft aus – und mit großer Genauigkeit. „Ich stehe für objektive Ansagen und bereite mich ganz genau vor“, sagt er. Braun schreibt sich vor der Partie etwa alle Namen in Lautschrift nieder – falsch ausgesprochene Namen wie auf so manchem Sportplatz der Region oder in manch großem Stadion gibt es bei ihm praktisch keine. „Ich bin kein Showman“, sagt Braun. „Die notwendige Lockerheit muss man da aber schon mitbringen.“ Erst recht, wenn große Fußballer ans Wolfgangshäuschen kommen – wie in der Vergangenheit geschehen: Da spielte in den 90er Jahren etwa eine Bezirksauswahl gegen den Bundesligisten TSV 1860 München, damals noch unter Trainer-Legende Werner Lorant. „Den Namen des Profis Abderrrahim Ouakili habe ich damals wochenlang geübt“, lacht der sympathische Mann mit dem frechen Schnauzbart. Der SC Hassia war auch „schuld“ daran, dass „Pitti“ Braun den Weg zur Feuerwehr fand. Als „Schicksalsbrand“ bezeichnet der 51-Jährige das Feuer, das 1986 das Vereinsheim des Sportclubs ergriff. „Das vergisst man nie“, sagt Braun. Mit schwerem Atemschutz war Braun unter anderem auch im Einsatz, als im Juli dieses Jahres zwei Häuser in der Steinstraße brannten. Sportlich unterwegs – als vitale Ergänzung zu seinem Job im VW-Vertriebszentrum in der Güterstraße, wo Braun schon seit 1990 arbeitet – ist der Dieburger mit Stöcken. „Stöcke für das Nordic Walking habe ich mir erstmals 2005 an der Nordsee gekauft“, sagt Braun. Nachdem diese zwei Jahre in der Ecke gestanden hatten, benutzte er sie sogar – und ist heute Feuer und Flamme für den gelenkschonenden Ausdauersport. Zehn Wochen lang bereitete er sich etwa vor auf den „Nordic Walking Tag“ von Turnverein und Hessischem Rundfunk im vergangenen Jahr, bestritt in diesem Jahr schon mehrere Wettkämpfe.„Ich finde, man könnte auch beim Dieburger Stadtlauf mal eine separate Strecke für Walker anbieten“, regt das Multitalent an. Kaum zu glauben, dass bei diesen vielfältigen Aktivitäten Brauns noch Zeit für ein anderes Hobby bleibt: Braun ist großer Pferde-Fan, „mein Opa hatte früher welche“. Bei den Reitturnieren der Region ist er regelmäßiger Gast – noch nicht im Sprecherhäuschen, sondern „nur“ auf den Zuschauerrängen. Wer Braun jedoch kennt, weiß, dass sich das noch ändern könnte
H.R. 30.09.09
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Interview mit Moni und Franz Christ
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Es gibt sicherlich viele Familien in Deutschland, ohne deren Engagement so mancher Verein -egal ob Fußball, Handball oder Hundesport - nicht überleben könnte. Zu einer solchen Familie kann man sicherlich die von Moni und Franz Christ zählen. Beide sind seit Jahren aktiv bei der Hassia und waren als Spieler, in der Jugendbetreuung bis hin zum Vorstand vertreten. Stellvertretend für alle, die sich im Vereinsleben engagieren haben wir Moni und Franz einmal befragt. Angefangen hat alles mit einem fußballbegeisterten Unternehmer Franz-Phillip und seiner Frau Katharina Christ. Franz-Phillip war nicht der Mann der ersten Stunde bei der Hassia, aber einer, der im Verein viel bewegte und ohne den einiges nicht wäre, wie es heute ist.
Franz erinnert sich noch heute daran, wie die Mannschaften damals mit den firmeneigenen VW-Bussen, die unter der Woche als Transporter dienten und zum Wochenende dann mit Sitzen versehen wurden, zu den Spielen gefahren wurden. Eine weitere interessante Anekdote aus dieser Zeit ist sicherlich die Geschichte des langjährigen Hassia Trainers Wolfgang Kern. Dieser, so konnte sich Franz noch gut erinnern, kam samstags als Bub immer mit einem Eimer Hundefutter (Metzgerei Kern) auf den Hof und durfte dann sonntags als Gegenleistung mit Franz-Phillip und Katharina zu den Auswärtsspielen fahren. So waren die guten alten Zeiten. Es ist zu einem großen Teil der Initiative von Franz Phillip Christ zu verdanken, dass die Hassia heute über ein eigenes Vereinsheim verfügt. Und so kam es, dass Franz die Zeit zwischen Strassenbauer-Lehre auf der Baustelle und Training beim Fundament ausgraben, betonieren und mauern auf dem Hassia-Vereinsgelände verbracht hat. Franz selbst kickte bei der Hassia, ab seinem 10. Lebensjahr in der Jugend bis er dann in der Saison 68/69 in seinem ersten Jahr bei den Senioren in der jetzigen Kreisoberliga, unter Trainer Hans Weber, debütierte und gleich mit der 1. Seniorenmannschaft in die heutige Gruppenliga aufstieg. Moni wiederum schaute bedingt durch Ihre fußballbegeisterte Familie seit ihrem zwölften Lebensjahr bei der Hassia zu. Irgendwann kam dann das, was kommen musste. Alles begann, als Franz mit seinem Kumpel und heutigem Schwager Hans Joachim Enders um die Häuser zog. Sicherlich kannte man sich schon lange vom Sehen, aber richtig gefunkt hat es dann 1971 auf der Kegelbahn der Hassia, als Hans-Joachim seine Schwester mit zum Freitagskegeln der Hassia-Bauarbeiter nebst Frauen, auf die fertiggestellten Kegelbahnen der Hassia mitbrachte. Nach der Hochzeit 1977 begann dann die Planung der dritten Hassia-Generation Christ.Aus dieser Planung heraus erblickten 1979 zuerst Sebastian und 1982 dann Daniel das Licht der Welt und wurden kurz danach ebenfalls Hassia-Mitglieder. 1981 war auch laut Franz eines seiner persönlich erfolgreichsten Spielzeiten als aktiver Spieler. Unter der Leitung des damaligen Bundesligaschiedsrichters Brückner gewann Franz mit der Soma die Meisterschaft in der Soma-Runde Darmstadt unter Trainer Klaus Fröhner. Ab der F-Jugend begleitete Franz dann seinen Junior Sebastian durch die ganze Jugendabteilung als Betreuer und Trainer bis hin zu den A-Junioren. Auf die Frage, ob es da nicht manchmal Ärger gab, kann Moni bestätigen. Die Zeit der Heimfahrten hat Franz dann genutzt mit Sebastian das Spiel durchzugehen und die Fehler zu analysieren. Da kam es manchmal schon vor, dass Sebastian dann zuhause die Tasche in die Ecke geworfen hat und nie wieder kicken wollte und für einen Tag Funkstille zwischen Vater und Sohn herrschte.Ab der Saison 1996/97 trainierte und betreute er gemeinsam mit Josef Geiselhardt dann seinen Sohn Daniel bei den B-Junioren in der damaligen Bezirksliga Darmstadt. Einige Spieler kamen aus Urberach, Messel und Altheim und wurden von den Trainern und Betreuern zum Trainig und den Spielen abgeholt und wieder nach Hause gebracht. So wurde es unter der Woche oft spät, bis alle Jugendlichen wieder zu Hause waren. Wenn man beide fragt, was denn aus ihrer Sicht die bewegendsten Augenblicke in ihrer bisherigen Vereinstätigkeit waren, sagen beide einheitlich die Bezirksmeisterschaft der B-Jugend 1998 gegen Darmstadt 98, unter Trainer Hubertus Baumert, die in der Verlängerung mit 2:1 gewonnen wurde. Bei den heutigen Seniorenmannschaften sind aus dem damaligen Kader Daniel Christ, Timo Rödler, Torsten Schnitzer, Dennis Lehmann, Jens Geiselhardt noch aktiv für die Hassia am Ball. Moni griff 1986 erst als Betreuerin, dann Beisitzerin und seit 1993 als Jugendleiterin imVorstand in die Geschicke des Vereins ein. Wahrscheinlich zählt Moni heute einer der am längsten im Amt tätigen Jugendleiterin im HFV. Auf den Fluren des Hessischen Fußballverbandes in Frankfurt sind Moni und Franz ebenso bekannt wie Jogi Löw oder Reiner Calmund. Dies bringt der Job so mit sich, wenn man seit Jahren für den Spielbetrieb sowohl für die Jugend als auch für die Senioren zuständig ist und die Passstelle des HFV sein zweites Wohnzimmer nennt. Selbst der Urlaub wird hier dem aktuellen Vereinsleben untergeordnet. Beide können nur in der ersten Januarwoche und über Ostern, meist mit der kompletten Familie, beruhigt in Urlaub fahren, da selbst während der Sommerpause zuviel Arbeit (Transfers, Platz etc.) wartet, die erledigt werden muss. Auf die Frage was denn am meisten nervt bei der Hassia, wusste Franz, der ja wie bekannt immer ruhig und gelassen die Spiele auf der Trainerbank verfolgt, erst einmal nichts zu beanstanden. Moni hingegen nerven die manchmal doch sehr unqualifizierten Kommentare = der ehemaligen Nationalspieler = von außen, nicht nur bei den Seniorenspielen, sondern auch bei der Jugend. Mittlerweile ist mit Mika Setzer nunmehr die vierte Generation Christ auf dem Sportfeld am Wolfgangshäuschen aktiv unterwegs und es bleibt zu hoffen, dass das Engagement, die Liebe zum Fußball und allem, was dazu gehört, noch lang anhält.
Zum Saisonstart die Trainer der 1 und 2 Mannschaft im Interview mit Jens Dörr
An diesem Wochenende wird es erstmals ernst für die Hassia: Morgen um 16 Uhr tritt der SC Hassia im Pokal bei der Spvgg. Groß-Umstadt an. Die Punktrunde beginnt am kommenden Sonntag, dann starten Gruppenligist Hassia in Fehlheim und die zweiten Mannschaften der SC Hassia bei der TG Ober-Roden II das erste B-Liga-Spiel bestreitet.Wir wollte von den Trainern beider Hassia-Teams wissen, wie die Vorbereitung lief und was man sportlich in der neuen Runde erwarten darf. Drei Fragen an die Trainer des Gruppenligisten SC Hassia (Jürgen Rödler, Daniel Rödler, Michael Motz): JD. Wie lief die Vorbereitung zur neuen Saison?J. Rödler/D. Rödler/Motz: Die Vorbereitung lief insgesamt gut, wir haben unsere Zwischenziele erreicht. Einige Spieler mussten wir aus dem Kader der ersten Mannschaft aussortieren, da hat es vom Niveau her einfach noch nicht für die Gruppenliga genügt. Das war nicht ganz so erfreulich, dass sich da einige Spieler offensichtlich überschätzt hatten. Dennoch schicken wir natürlich niemanden weg, wir wollen ja auch die zweite Mannschaft besetzen. Zu bemängeln ist leider die Geschichte mit Christian Frisch, der sich schwer verletzt hat und lange ausfallen wird. Er kam als Hoffnungsträger, sollte die Abwehr zusammenhalten. JD: Wo liegen Stärken und Schwächen des Teams? J. Rödler/D. Rödler/Motz: Gut ist, dass wir nun einen breiteren Kader haben als in der vergangenen Saison. Neuzugänge wie Stanislav Hubinsky, Fatih Yakut, Manfredo Vendola oder Mustafa Zeyrek verstärken den Stamm unserer Mannschaft. Wir spielen gut aus der Abwehr heraus, sind konditionell auf der Höhe. Mehr als die Hälfte der Spieler haben alle Einheiten mitgemacht, die Trainingsbeteiligung war also gut. Allerdings gibt es noch Verbesserungspotenzial im Pressing in der Spitze – da sind unsere Angreifer einfach noch zu lauffaul. JD: Wie lautet – auch nach den Eindrücken der Vorbereitung – das Saisonziel? J. Rödler/D. Rödler/Motz: Ein Platz im gesicherten Mittelfeld. Drei Fragen an die Trainer des B-Ligisten SC Hassua II (Olaf Vogel und Mario Schmittgen): JD: Wie lief die Vorbereitung zur neuen Saison? Vogel/Schmittgen: Nicht besonders. Die Trainingsbeteiligung war nicht berauschend, obwohl wir genug Trainingseinheiten angeboten haben. Die Spiele beim Wochenturnier des SV Hering hat die Presse ja selbst verfolgt – überhaupt wurden wir in den Tests von Mal zu Mal schlechter. Immerhin ist es positiv, dass nach und nach wieder mehr Leute ins Training einsteigen, etwa Thorsten Wiemer, Thomas Embaye und Dennis Lehmann. JD: Wo liegen Stärken und Schwächen des Teams? Vogel/Schmittgen: Momentan ist es schwer zu sagen, wo unsere Stärken liegen. Sehr gut sind wir im Tor besetzt mit Uli Becker und Holger Sauerwein, der sich nach seiner Rückkehr zur Hassia gut einbringt. Wenn der im Tor steht, strahlt der von hinten viel Ruhe und Sicherheit aus – ein Ausnahme-Keeper für die B-Liga. Außerdem hoffen wir, dass Sebastian Christ und Thomas Brunner Qualität ins Team bringen werden, wenn sie bald wieder auflaufen können. JD: Wie lautet – auch nach den Eindrücken der Vorbereitung – das Saisonziel? Vogel/Schmittgen: Wir versuchen, eine Mannschaft zu formen. Zunächst hatten wir an eine vordere Platzierung gedacht – das kann man im Moment aber vergessen.


